Beiträge 2016


Hier finden Sie die Beiträge zum Symposium 2016.

  • Udo di Fabio © Foto Pietch

    „Das Wertefundament Europas – worauf bauen wir auf, wohin entwickeln wir uns?“ Seit der Weltfinanzkrise ist der Westen ange­schlagen. Das Weltfinanzsystem hat sich aus­weislich der Notenbankpolitik noch nicht erholt, die europäische Integration und die Gemein­schaftswährung sind in erhebliche Turbulenzen geraten. Auch geopolitisch und militärisch wird der Westen durch Russland und China heraus­gefordert, er ist nicht

  • Österreichs Identität – die Marke Österreich, USP, Geschichte, Realität, Perspektive Denk‘ ich an Österreichs Identität in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Erinnerungen an den „Tag der Fahne“ tauchen auf: An eine Lehrer­generation, die sich bemühte, uns Patriotismus, Stolz auf die immerwährende Neutralität und Genug­­tuung über den Abzug des letzten russi­­schen Besatzungssoldaten beizubringen.

  • Christoph Badelt © Robert Pichler 2013

    Wirtschaftspolitik der Zukunft – zwischen Wettbewerbsfähigkeit, sozialen und ökologischen Zielen Österreich galt lange Zeit als ein international wirtschaftliches Erfolgsmodell. Es gehört zu den reichsten Ländern Europas, verfügt über ein wohl ausgebautes soziales Schutznetz und ist durch innere Stabilität und sozialen Frieden gekenn­zeichnet. Seit einem halben Jahrzehnt sind allerdings ein schwaches Wirtschaftswachstum, häufig sinkende Reallöhne, steigende

  • Heinz Faßmann © Universität Wien

    Migration und Integration – das Zukunftsbild der österreichischen Gesellschaft Seit 1960 nahm Österreich netto rund 1,2 Mio. Menschen zusätzlich auf, die Einwohnerzahl eines großen Bundeslandes. Alleine im Jahre 2015 wanderten rund 214.000 Personen nach Öster­reich zu, während zugleich knapp 101.300 das Land verließen. Gegenwärtig haben rund 1,8 Mio. Menschen einen Migrationshintergrund, rund 1,2 Mio. Einwohner

  • Antonio Loprieno

    Bildung, Wissenschaft und Forschung – was braucht Österreich? Institutionelle und fachliche Varietät sowie inhomo­gene gesetzliche Bestimmungen stellen den Hoch­schulstandort Österreich vor neue Heraus­­for­derungen. Denn die europäische Wissens­land­­schaft hat sich in den letzten Jahren radikal ver­ändert. Was noch 2002 als Neuerung erschien – die „Autonomie“ der Universitäten – ist jetzt ein kenn­zeichnendes Merkmal aller Hoch­schulen auf

  • Elisabeth Freismuth © Christian Jungwirth

    Kunst und Kultur – die Zukunft der (als) Kulturnation Was ist über Kultur zu sagen, wenn alle von Krise sprechen? Wer das in Österreich beant­worten will, kommt nicht um den Begriff der „Kultur­nation“ herum. Zunächst ist dieser eine Marken­be­zeichnung. In Zeiten der wirtschaftlichen Herausforderung wird gerne darauf verwiesen, dass das touristische Poten­zial ein Glücksfall für

  • Michael Fleischhacker © Tom Linecker

    Für eine Mentalitätsreform In Mexiko regierte über Jahrzehnte jene Partei, die den groß­artigsten Namen aller Parteien der bewohnten Welt trägt: PRI, die „Partei der Institutionalisierten Revolution“. In Österreich regierten über viele Jahrzehnte zwei Parteien, und wären sie eine einzige Partei, könnte man sie PIG nennen die „Partei der Institutionalisierten Gegen­revolution“. Wie man die Blockaden lösen

  • Bernd Marin © Pepo Schuster

    Diskussionsbeitrag im Video-Rückblick: (Dauer: 5:33)

  • Magdalena Marhold

    Schlüssel Digitalisierung Vor rund 30 Jahren war unsere europäische Land­karte noch von Grenzen gezeichnet. Heute sind diese offen­sicht­lichen Grenzen dank politischer Veränderungen sowie im wirt­schaft­lichen Bereich aufgrund technologischer Inno­vationen nicht mehr so deutlich ersichtlich und geben uns jungen Menschen eine andere Perspektive sowie viel­fältige Möglichkeiten im internationalen Welt­geschehen. Einen wesentlichen Aspekt spielt hierbei heute die

  • Foto: Manuel P. Neubauer

    Wer nicht Tier oder Gott ist, braucht eine Gemeinschaft – am Ende des Tages einen Staat – zum Leben. Der Weisheit Aristoteles folgend haben wir unsere Gemeinschaft nach einigen Entwicklungsschritten und Irrwegen als liberalen Rechtsstaat eingerichtet und die Entscheidungsfindung in demokratischen Prozessen organisiert. Dieses Staatsmodell ist nicht vollkommen, schon gar nicht frei von Fehlern und

  • Wolfgang Benedek © Foto Furgler

    Migration und Integration: Chancen der Zuwanderung nützen! Österreich hat sich wie andere europäische Länder auch zu einem Einwanderungsland entwickelt. Das liegt großteils in unserem Interesse. Eine Seite der Globalisierung ist die Migrationsgesellschaft. Unsere sozialen Systeme sind davon nicht bedroht, im Gegenteil, sie benötigen für ihre Aufrechterhaltung eine stetige Nettozuwanderung, die für Deutschland mit etwa 500.000

  • Peter Riedler / Foto © Uni Graz Kanizaj

    Für Offenheit und Rationalität Österreich ist eine offene Volkswirtschaft und wir leben gut von und mit dieser Offenheit. Die Hand in Hand mit einer geopolitischen Öffnung einhergehende wirtschaftspolitische Integration in größere Märkte hat uns Wohlstand und Sicherheit gebracht. Österreich war seit dem 2. Weltkrieg zweifellos ein Profiteur globaler Entwicklungen. Seit 1995, dem Beitritt zur Europäischen

  • Karl P. Pfeiffer

    Zukünftige Innovationspotenziale der Region in einem globalen Umfeld systematisch identifizieren Die Bedeutung von Bildung, Ausbildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation sind unbestritten für die Zukunft eines Landes von essentieller Bedeutung. Sie sind die Grund­lagen für eine hohe Lebensqualität. Aber wie kann Österreich in diesem globalen Wettbewerb mithalten und zum Innovation Leader werden? Auch wenn wissenschaftliche Forschungsideen

  • Ursula Lackner © © Lunghammer

    Bildungssystem stetig verändern Nur wenige politische Themen haben die Regierungen der vergangenen Jahrzehnte so intensiv beschäftigt wie die Diskussion um „die Bildungsreform“. Alleine der Begriff erweckt bei vielen schon Erwartungen nach dem großen Wurf, dem radikalen Schnitt. Den wird es nie geben – und das ist gut so. Wir können das Bildungssystem nicht von heute

  • Doris Kampus © © Land Steiermark

    Gezielte Maßnahmen zur Integration Die Flüchtlingssituation stellt Europa vor große Heraus­for­derungen. Die Unterbringung und Versorgung von Asyl­­­werber­Innen in möglichst kleinen und inte­gra­tiven Ein­heiten ist der erste Schritt. Im Interesse aller SteirerInnen geht es aber darum, ein friedliches Mit­einander zu fördern, basierend auf gegenseitigem Respekt. Ziel muss es sein, die Selbst­erhaltungsfähigkeit und Teilhabe an der Gesellschaft

  • H. Samonigg / C. Schober-Trummler-c-med-uni-graz

    Neue Psychoanalyse und Aufklärung Nicht nur Österreich muss sich der großen Frage stellen, wie gesellschaftlicher und technologischer Wandel statt­finden können, ohne ein kollektives Gefühl der Verun­siche­­rung und den Verlust der Geborgenheit nach sich zu ziehen. Fortschritt wird oftmals als Fort-Bewegen von der Mensch­lich­­keit und dem Verlust der Beherrschbarkeit, der Fass­bar­keit von Sachverhalten empfunden. Techno­logische Er­rungen­schaften

  • Michael Schickhofer © Frankl

    Packen wir’s an Die Zukunft Österreichs und der Menschen, die hier leben, ob nun für das Jahr 2022 oder für das 22. Jahr­­hun­dert betrachtet, möchte ich mit folgenden Stich­­worten skizzieren: Modern & unbürokratisch: Wir halten einen inter­nationalen Top-Standard bei Forschung und Entwicklung und bieten den Österreicherinnen und Österreichern ein Highs­peed-Internet bis in den „letzten Winkel“.

  • Hildegunde Piza-Katzer

    Medizin: Ausbildung und Berufsethos der Zukunft 1) Bildungsstandort Medizin: Österreich ist mit medizinischen Ausbildungsstätten – öffentlicher und privater Träger – überflutet. Die Ironie: Ein Wechsel von einem zum anderen Standort ist nicht möglich. Man weicht ins Ausland aus, das einfacher geht, als von Graz nach Wien zu übersiedeln. Welches Rektorat fragt systematisch nach den Gründen

  • Wolfgang Mazal

    Sozialsystem: Weiterentwicklung ermöglichen Weil Wähler wegen der existenziellen Betroffenheit über sozialpolitische Regelungen unmittelbar adressiert werden können, spielen in der aktuellen Tagespolitik zahl­reiche Einzel­probleme eine große Rolle. Allerdings besteht ange­sichts der redundanten Debatten dieser Einzelfragen mit immer festgefressenen Positionen die Gefahr, dass die grund­legenden Herausforderungen übersehen werden, vor denen die weitere Entwicklung des Sozialstaats steht: Die

  • Markus Mair © Styria - Christian Jungwirth

    Österreich, wie es sein könnte Die langjährige Styria-Autorin Jeannie Ebner (1918-2004) hat einmal – nicht ganz ohne Larmoyanz – festgestellt, dass sie in Österreich, so wie es sei, im Exil lebe: „Wie alle Exilierten leide ich an bitterem und erbittertem Heim­weh nach Österreich, wie es sein sollte. Und auch sein könnte.“ Unser Land hat in

  • Harald Kainz © Lunghammer - TU Graz

    “Europe’s future is connected to its power to innovate” 1 Die Steiermark ist eine führende europäische Wissen­schafts-, Forschungs- und Innovationsregion. Dies be­legen der zweiterfolgreichste Forschungs­raum der Euro­päi­schen Union, viele Weltmarktführer in Nischen­be­reichen sowie forschungs­starke, inter­national ver­netzte Uni­versitäten. Diese Errungen­schaften gilt es für die Zukunft zu sichern und aus­zu­bauen. Wir alle tragen Verant­wortung dafür, in unserem

  • Paul Lendvai © Thomas Ramstorfer

    Gegen die Gleichgültigkeit Nicht nur Österreich, sondern ganz Europa befindet sich in einer bedrohlichen Situation: die vielen Facetten des individuellen und institutionellen Terrors, die aus den Fugen geratene Flüchtlingskrise, das Wiederaufleben des Nationalismus und des Tribalismus, die gähnende Kluft zwischen den Eliten und den Massen, die Hochkonjunktur der geistigen Brandstifter, die Gefahr von neuen Kon­frontationen

  • Für einen Wettbewerbsföderalismus! Das Symposium „Österreich 22“ ist eine erfreuliche und ermutigende Initiative von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Die Idee, hervorragende Persönlichkeiten und kluge Köpfe aus ganz Österreich zusammen zu bringen und über eine Agenda für die unmittelbare und weitergehende Zukunft nachdenken zu lassen, ist notwendig und bemerkenswert zugleich. Schon der Titel des Symposiums lässt zumindest zwei

  • Johannes Dorfinger -c- M. Größler / PHSt

    Digitale Schulbücher – eine kleine Bildungsrevolution? Bildung ist der Schlüssel zu einer prosperierenden Gesellschaft. Das ist keine neue Erkenntnis – wir alle sind uns dessen bewusst. Sind die österreichischen Bildungssysteme aber flexibel genug, um sich den immer wieder und immer schneller wandelnden Anforderungen beständig anpassen zu können? Lassen Sie uns diese Frage am Beispiel der

  • Stefan Zotti -c-OeAD/Sabine-Klimpt

    Reformagenda Internationalisierung Der Europäische Hochschulraum gehört zu den Erfolgsgeschichten der europäischen Integration. Das Erasmus-Programm steht wie kaum eine andere europäische Initiative für Offenheit, Freiheit und Kooperation. So selbstverständlich das Auslandssemester für viele Studierende in den letzten Jahren geworden ist, so schwer tun sich aber bis heute viele Hochschulen mit dem Konzept der umfassenden Internationalisierung. Dabei

  • Heinz Anderwald

    Gedanken zu einer Strukturreform der Republik Österreich Als oberstes Ziel aller Überlegungen zu unserer Republik im 21. Jahrhundert muss wohl die Notwendigkeit bestehen, die Reformunfähigkeit unserer Strukturen zu überwinden und dadurch die Gefahr einer Anpassungsunfähigkeit an die Verhältnisse des 21. Jahrhunderts zu verhindern. Gerade die Strukturen der Republik Österreich ruhen auf Fundamenten, die im Wesentlichen

  • Leopold Neuhold © Sonntagsblatt

    Zukunft der Arbeit? Von Jeremy Rifkin stammt die Prognose, dass der Mensch aus der Arbeitswelt ausscheiden wird wie einst das Pferd. Schon die Tatsache, dass das Pferd als „Instrument“ für die Gestaltung der Freizeit wieder in den Wirtschaftskreislauf eingefügt wurde, zeigt, dass es mit dem Ausscheiden so eine Sache ist. Die Frage stellt sich nämlich

  • Harald Mahrer © David Sailer

    Ins Cockpit statt ins Jammertal! Die Digitalisierung stellt alles auf den Kopf. Sie ist der zentrale Treiber von Veränderung und der Innovationsmotor der Zukunft. Wir haben die Chance, auf der digitalen Reise Pilot und nicht Passagier zu sein. 2030 ist Österreich Teil der globalen Innovationsführer. Am Weg dorthin müssen wir im Cockpit sitzen und die

  • Gottfried Haber © DUK

    Die Zukunft des Standortes Österreich Letztlich kann in einer Volkswirtschaft nur das konsumiert werden, was auch vorher produziert wurde. Selbst­ver­ständlich kann auch mit dem Ausland getauscht (Importe/Exporte), etwas ausgeborgt (Auslandsverschuldung) oder innerhalb der Bevölkerung umverteilt (Steuern/Transfers) werden – all das ändert aber nichts daran, dass dazu letzt­lich eigene Wirtschaftsleistung erbracht werden muss. Daher ist die

  • Verena Winiwarter

    Von der Überlebens-Kultur Kulturen sind auf kreative Weise verschiedene Formen des Zusammenlebens, in denen die menschliche Sinnsuche aufge­hoben ist. Sie stellen verschiedene Wege dar, auf denen sich Menschen in den Gegebenheiten ihrer Um­gebung einrichten, von der Wüste bis zum Eismeer, von der Küste bis zum Berggipfel. Kulturelles Erbe ist immer auch ökologisches Erbe, denn es

  • Johann Seitinger © Lebensressort

    Wir haben ein Umsetzungsproblem Der Verlust wirtschaftlicher Dynamik, die Erstarrung der Gesellschaft, dazu eine spürbare mentale Depression – das sind die Stichworte unserer gegenwärtigen Struktur­krise. Sie bilden einen Dreiklang – leider allzu oft einen Drei­klang in Moll: Denn neben der Strukturkrise konstatieren wir auf­grund der Wirtschaftskrise seit geraumer Zeit auch noch eine Ethikkrise, wenn wir

  • Mario J. Müller © Foto Furgler

    Plektische Lösungen für Österreich! Wir leben in einer „einfachen wie komplexen“, einer plek­tischen Welt – einfach wie eine Landschaft aus der Vogel­perspektive, die bei Annäherung die komplexen Vernetzungen offenbart. Beides sind „noch“ getrennte Perspektiven der selben Realität, einander bedingender Qualitäten. Gesellschaftliche Organisationen und Ent­wick­lungen tragen der Realität als „plektische Realität“ kaum Rechung – z.B.: die

  • Franz Prettenthaler © Foto Furgler

    Der Bund-Länder-Konflikt Österreich ist ein kleines aber starkes Land. Aufgrund der kolossalen historischen Größenunterschiede über- oder unterschätzen wir permanent unsere Größe und Stärke. Das ist ein Problem, weil wir z.B. einmal glauben, wir können Weltmeister im Klimaschutz sein, um dann, wenn es darum geht, zu merken, dass wir nicht einmal schlechter Durchschnitt sind. Ich denke,

  • Günter Riegler © KANIZAJ Marija-M.

    Österreich 22 – neues Regieren in der Mitte der Gesellschaft. Ich konzentriere mich im Folgenden auf die Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Bürgern und Staat verändert hat, wie es 2022 sein wird und was daraus für eine „Politik der Mitte“ zu lernen ist. In der Analyse muss man meiner Ansicht nach damit beginnen, dass

  • Bernhard Raschauer

    Keine Blockaden! Neue Herausforderungen brechen in immer rascherer Folge und in zunehmend größeren Dimensionen über den Staat und seine Verwaltung herein: Migrantenströme, Naturkatastrophen (regionale Hochwasserereignisse), ter­roris­tische Bedrohungsszenarien. Die staatliche Verwaltung ist auf „normale Abläufe“ ausgerichtet und daher auf neue große Herausforderungen dieser Art und dieses Ausmaßes nicht eingestellt. Die Einwohner erwarten, dass die von ihnen

  • Claus Raidl © OeNB

    Sachzwänge in Frage stellen Ich gratuliere Hermann Schützenhöfer zu dieser Initiative „Österreich 22“. Bei uns fehlt oft die intellektuelle Offen­heit, eine evidenzbasierte Diskussion frei von Ideologien und Dog­­men zu führen. Es ist wieder notwendig, ge­gebene Regeln, „Sach­­zwänge“ und das Wort „Alternativ­los“ in Frage zu stellen. Dafür bietet „Österreich 22“ eine ideale Platt­­­form.

  • Georg Knill © KANIZAJ Marija-M.

    Investitionsfreundliche Rahmenbedingungen! Wir leben in Österreich im größten Wohlstand, den wir je hatten. Es ist uns noch nie so gut gegangen wie heute. Es bieten sich uns viele neue Chancen und Möglichkeiten, die wir offen und mit Zuversicht nutzen sollen. Die dabei wahrscheinlich größte Chance ist in der Digitalisierung zu sehen. Sie verändert unsere Wirtschaft,

  • Klaus Poier © Teresa Rothwangl

    Parteienlandschaft im Umbruch Die Parteienlandschaften haben sich in fast allen Staaten Europas in den letzten Jahren dramatisch ver­ändert. Jahr­zehnte lang ver­loren „staatstragende“ Parteien, ins­be­son­dere auch in Gefolge der Wirtschafts-, Finanz- und Staatschuldenkrise, massiv an Vertrauen und Re­­prä­sen­ta­tionskraft, eine große Zahl an neuen Par­teien entstand, wobei dabei vor allem rechts-, aber auch links­populistische Parteien bei Wahlen

  • Erhard Busek © Manca Juvan

    Neue Horizonte erschließen! Es ist inzwischen eine Binsenweisheit, dass wir uns in einem ungeheuren Umbruch befinden. Das gilt nicht nur für wissenschaftliche und wirtschaftliche Bereiche, sondern auch im politischen Klima. Vor allem in Europa, aber auch in der übrigen Welt. Manche meinen sogar, dass wir am Beginn des Dritten Weltkrieges stehen. Jedenfalls ist unser Talent,

  • Gerhard Jandl

    Die Neutralität als Identitätsmerkmal? Die österreichische Neutralität wird – in letzter Zeit mancher­­orts sogar verstärkt – als Merkmal österreichischer Identität bezeichnet und gelegentlich fast mythisch über­­höht. Die renom­mierte Carnegie-Stiftung hat eine „Besessenheit“ der Österreicher von ihrer Neutralität konstatiert, die sie geradezu als eine „säkulare Religion“ ausübten. Demgegenüber sagt etwa die 2013 vom Parlament ange­nommene Österreichische

  • Karl Schwarzenberg

    Das Land vergisst seine Berufung Es ist nun mehr als ein Vierteljahrtausend her, dass die berühmte Schrift „Österreich über Alles, wann es nur will“ erschienen ist. Dieses Dokument hat jetzt wieder eine wirk­lich unerwartete Aktualität. Während es vor Jahr­hunderten mehr um die Frage ging, ob Österreich seine Interessen und Vorstellungen energisch durchbringt, so ist es

  • Bettina Lorentschitsch

    Wir brauchen eine Unternehmer­gesellschaft Wir brauchen heute mehr unternehmerisches Mind­set, mehr unter­nehmerisches Denken und Handeln in allen Lebens­bereichen. Wir brauchen eine Unter­nehmer­gesell­schaft, denn in ihr realisieren sich die Werte einer neuen Auf­klärung, vor allem die Potenziale der menschlichen Frei­heit und individueller Handlungsspielräume. Die Unter­nehmer­gesell­schaft ist keine rein ökonomische Veran­staltung, sondern eine Werte­gemeinschaft. Die Unter­nehmergesellschaft ist

  • Hans Sünkel © TU-Graz / Robert Frankl

    Die Krise als Chance Universitäten als Stätten von Bildung, Wissenschaft und Forschung agieren nicht in „splendid isolation“, sondern als bedeutender Teil der Gesellschaft und der Wirtschaft überhaupt. Daher bleibt auch die universitäre Landschaft von den gegenwärtigen Wogen gesellschaftlicher wie auch weltwirtschaftlicher Art nicht verschont. (Dass diese Wogen nicht Vorläufer eines Tsunami sind, möge unser aller

  • Gernot Pagger © KANIZAJ Marija-M.

    Wir verbrennen Geld! Österreich wurde, nachdem es vor zehn Jahren noch als „das bessere Deutschland“ galt, mittlerweile in der wirt­schaftlichen Entwicklung abgehängt. Derzeit liegt die Entwicklung des realen BIP-Wachstums pro Kopf hier­zulande unter dem OECD-Schnitt. Um wieder nach vorne zu kommen, müssen wir daher endlich tiefgreifende, strukturelle Reformen angehen, anstatt immer neue Steuern und Belastungen

  • Claudia Lingner © Andi Bruckner

    Open Innovation In der Wissenschaft werden wir nicht umhinkommen, mit neuen Methoden zu arbeiten und Prozesse laufend zu reflektieren, wenn wir die Herausforderungen der Zukunft erkennen und in Angriff nehmen wollen. Eine dieser Methoden ist Open Innovation, ein Stichwort, das inzwischen oft inflationär verwendet wird, hinter dem aber eine neue vielversprechende Kultur des (miteinander) Arbeitens

  • Helga Kromp-Kolb © Wolfgang Gaggl

    Herausforderung Klimawandel Der Klimawandel und die Klimaschutzmaßnahmen im Sinne des Pariser Abkommens werden jeden Bereich der Gesell­schaft betreffen. Sie als Chance, nicht Bedrohung zu be­greifen, ist die große Herausforderung.

  • Richard Grasl © ORF Thomas Ramstorfer

    Medien Österreich 22 – der Versuch einer Skizze. Digitale Innovationen sind die Grundlage für unser zu­künf­tiges Zusam­menleben und ausschlaggebend für unseren zukünftigen Wohl­stand. Der Medienbereich ist zu­­gleich Haup­tbetroffener, Vor­reiter und Mittler dieser Ent­­­wicklung: Es geht ebenso um ein geändertes Medien- und Informations­nutzungs­verhalten junger Generationen wie um neue Player, die auf den Markt drängen, um neue

  • Andreas Gerstenmayer © vyhnalek.com

    Red’s net, tuat’s! (Zitat, das Erzherzog Johann zugeschrieben wird) Uns geht’s (noch) gut: Die Lebensqualität in Österreich stagniert auf hohem Niveau. Bei Indikatoren wie dem BIP pro Kopf oder dem Haushaltseinkommen pro Kopf liegen wird auf dem 2. Platz innerhalb der EU. Unsere Lebens­zu­friedenheit schätzen wir durchschnittlich mit 7,8 auf einer Skala von 1–10 ein.

  • Friedrich Faulhammer © DUK Reischer

    Konsequente Stärkung von Stärken Forschung, Innovation und ein hohes Bildungsniveau sind unbestrittene Voraussetzungen, um im globalen Wett­be­werb zu bestehen. Österreichs Wissenschafts- und For­schungspolitik hat auf diese Herausforderungen verstärkt ab dem Jahr 2000 reagiert und wesentliche Anstrengungen unternommen. Wichtiges Element dabei war die Erar­bei­tung einer Strategie für Forschung, Technologie und Innovation als systematische Planungsgrundlage. Ihre zöger­liche

  • Hannes Androsch © AIC, Daniel Novotny

    Digitalen Wandel nützen Die breite industrielle Basis der Steiermark bildet die Grundlage für hohe Beschäftigung und gesicherten Wohlstand. Dieses Niveau zu halten und womöglich weiter auszubauen erfordert die Nutzung des digitalen Wandels als trailblazer. Dafür schaffen die Universitäten und Forschungseinrichtungen ebenso wie die Fachhochschulen und die berufsbildenden höheren Schulen der Steiermark grundlegende Voraussetzungen. Daher muss

  • Christian Friesl © Wilke

    Leitbild und Narrativ Die zunehmende Pluralität und Diversität, ökonomischer, gesellschaftlicher und demografischer Wandel, Digi­tali­sierung und Industrie 4.0 sind Herausforderungen (post-)mo­derner Gesellschaften. Bildung und Forschung aber auch Migration und Inte­gration sind Schlüsselthemen für eine pro­duktive Bewältigung der volatilen gesell­schaft­lichen Zukunft. Migration und Integration Wie gelingt Zusammenleben in einer soziokulturell diversen Gesell­schaft? Um diese Frage zu beantworten,

  • Georg Wick

    15 Diskussionspunkte zum Thema Kultur nicht gleich Kunst – umfasst auch Wissenschaft Österreich braucht ein Wissenschaftsministerium Talente früh erkennen und fördern (auch praktische Begabungen wie Handwerk) Talente in adäquate Schultypen bringen Bessere MINT-Ausbildung an Universitäten Universitäten müssen Schwerpunkte identifizieren Exzellenzinitiativen für kompetitive Schwerpunkt­bil­dungen an Universitäten (wie z.B. in Deutschland erfolg­reich praktiziert) Internationale Rankings sind wichtig

  • Josef Penninger © IMBA Michael Sazel

    Österreich auf dem Weg zur Wissensgesellschaft Gesellschaften, die in unserer komplexen Zukunft erfolg­reich sein wollen, müssen innovativ sein! Österreich muss daher verstärkt auf Humankapital setzen und in den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Innovation auf eine Vorreiterrolle hinarbeiten. Eine Grundlage dafür ist eine ausgezeichnete Ausbildung in den entsprechenden Fachrichtungen. Kinder sind von Natur aus neugierig und

  • Martina Salomon © KURIER

    „Wir leben in der besten aller Zeiten, aber leisten uns den Luxus, den technischen Fortschritt zu verteufeln.“

  • Christian Kircher © Didi Sattmann

    Relevanz hinterfragen! Fünf Themen also sollen im Rahmen von „Öster­reich 22“ verhandelt werden. Fünf wie es scheint klar ab­ge­grenzte Themen. „Kunst und Kultur“ allerdings ist eine Quer­schnitts­materie, die wie ein Zuckerguss über allen anderen Frage­stellungen liegt. Oft wurde in Österreich bereits die identitätsbildende Kraft von Kunst und Kultur strapaziert, jahrelang im Begriff „Musikland Österreich“, ab der

  • Christian Lagger © Harry Schiffer Photodesign

    Für Parteiarbeit Bewährte Demokratie in unserem westlichen Ver­ständ­nis ist Parteiendemokratie. Das heißt Parteien und Partei­arbeit sichern Demokratie. Es werden Parteien und sie repräsentierende Men­schen gewählt oder auch nicht gewählt. Von ge­wähl­ten Parteien und den sich dort engagierenden Men­schen werden Staaten, Länder und Kommunen regiert. Regieren geht nicht einfach so, sondern fordert Kenn­t­­­nis und Kompetenz. Politikarbeit

  • Hubert Patterer © KANIZAJ Marija-M.

    Thesenpapier Bildung Der Befund ist durch Studien mannigfach dokumentiert: Obwohl Österreich im Pro-Kopf-Vergleich eines der höchsten Schulbudgets Europas aufweist, bringt das Land bei den Tests lediglich Mittelmaß hervor. Auch hier: ein Land in der Durchschnittsfalle. Zu viel Geld versickert in der Bürokratie, zu wenig kommt dort an, wo es am meisten gebraucht wird: in den

  • Rudolf Thienel

    Was kann der Staat zur Sicherung des Standortes Österreich beitragen? Österreichs Wirtschaft kann nur durch die Qualität seiner Produkte reüssieren. Dies erfordert einen Innovations­­vor­sprung. Wesentlichster Beitrag des Staates: Schaffung ange­mes­sener Rahmenbedingungen: Sicherstellung der äußeren und inneren Sicherheit; Gewährleistung der Rechtssicherheit – Organisation der staat­lichen Verwaltung und Gerichtsbarkeit, die eine mög­lichst effektive und zugleich kostengünstige Voll­ziehung

  • Christian Friesl © Wilke

    Bildungs- statt Schulpflicht Bildung ist wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft sowie Voraussetzung für Forschung und Innovation. Das österreichische Bildungswesen erfüllt die damit ver­bun­denen Erwartungen jedoch nur zum Teil. Aus Sicht der Industriellenvereinigung gilt der Fokus der Anstrengung der Reform der „Pflichtschule“, in der es eine deutliche Steigerung der Bildungsqualität braucht,

  • Peter Bußjäger © fotostanger.com

    Vielfalt kreiert Innovation Was zeichnet Österreich im internationalen Vergleich aus? Mir fällt als erster Gedanke „schönes Österreich“ ein. Der zweite Gedanke ist dann „kleines Österreich“. Und der dritte „vielfältiges Österreich“. Der These, wonach Öster­reich klein, schön und vielfältig ist, kann man die empi­ri­sche Evidenz wohl nicht absprechen. Mit dem ersten Element, der Kleinheit, tut sich

  • Marc Fähndrich © Europäische Kommission

    Der Blick der EU Die Europäische Kommission analysiert im Rahmen des Euro­päischen Semester die Notwendigkeit großer Re­for­men für Europa und Österreich. Im Rahmen der Länder­empfehlungen 2016 und dem als Basis dienenden Länder­bericht (s.u.), werden sehr genau die strukturellen Schwächen der Mitgliedstaaten der EU beschrieben. Gemein­sam mit den im Rat organisierten Nationalstaaten und dem Europäischen Parlament

  • Manfred Prisching © Christian Jungwirth

    Wir müssen reden Wir müssen reden. Ganz ernsthaft. Wir müssen reden, weil wir nur dadurch überleben werden. Mit diesem Reden ist nicht das bedrohlich-gemütvolle Prinzip gemeint: „Beim Reden kommen die Leute zusammen“. Mit diesem Reden ist nicht an die politisch-strategische Ausrede erinnert: „Wir müssen es den Menschen besser erklären“. Mit diesem Reden ist auch nicht

  • Matthias Karmasin © 2015 Elsner (riccio.at)

    Österreich braucht bessere Wissenschaftskommunikation! Dass Wissenschaft und Forschung die Grundlage des gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Fortschrittes dar­stellen und gerade in einem Land wie Österreich be­son­ders wichtig wären, gehört zum Standardrepertoire der (wissenschafts-)politischen Rede. Es ist nichts Neues. Dass die real- und budgetpolitischen Prioritäten ganz anders aussehen und die Dotationen weit hinter den selbst­­ge­steckten (z.B. in Prozent

  • Anna Gamper

    „Regulierte“ Wissenschaft – eine Polemik „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei“, heißt es seit 1867 in Art 17 StGG. Die österreichische Wissenschaftsfreiheit gehört zu den am strengsten geschützten Grundrechten überhaupt, sind intentionale Eingriffe doch schlechthin verboten und unterliegen nicht-intentionale Eingriffe immerhin einer Verhältnismäßigkeitsprüfung. Gleichwohl erfahren Wissenschaftler – nicht nur in Öster­reich – eine immer

  • Barbara Frischmuth © bigshot.at/Christian Jungwirth

    Für ein echtes Integrationssystem! Ein Grund, mich in der Diskussion zu Wort zu melden, wäre, über Rückzieher der Regierung im Hinblick auf die geringfügige Arbeit von Flüchtlingen (Garten­arbeit, Reinigungsarbeiten usw.), die vor allem dem Kennen­lernen und dem besseren Spracherwerb dienten, zu reden. Als Vorwand dafür musste und muss herhalten, dass diese Art von geringfügiger Arbeit

  • Herbert Budka

    Grundlagenforschung stärken! Die einzige erfolgversprechende langfristige Strategie unseres Landes ist für mich, einen in Österreich und in der Schweiz tätigen biomedizinischen Wissenschaftler mit internationaler Vernetzung, eine sofortige Schwerpunkt­bildung im Bereich des geistigen Kapitals. Meine Vor­stellungen lassen sich in zwei Punkten zusammenfassen: 1.     Aufwertung von Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Forschung als DIE nationalen Top-Prioritäten mit