2016 – Thema B – Mario J. Müller


Plektische Lösungen für Österreich!

Wir leben in einer „einfachen wie komplexen“, einer plek­tischen Welt – einfach wie eine Landschaft aus der Vogel­perspektive, die bei Annäherung die komplexen Vernetzungen offenbart. Beides sind „noch“ getrennte Perspektiven der selben Realität, einander bedingender Qualitäten. Gesellschaftliche Organisationen und Ent­wick­lungen tragen der Realität als „plektische Realität“ kaum Rechung – z.B.: die Wirtschaft/Verwaltung versucht alles zu reduzieren, um bewirtschaft-/verwaltbare Systeme zu haben, während die Wissenschaft methodisch durch in­finitesi­male Detaillierung versucht, Anworten zu finden. Beides ist effizient, aber nicht effektiv für die Bewältigung der Auf­gabenstellungen von heute! – Die Lösungen, die benötigt werden, verlangen plektische Modelle und Nahtstellen – es muss gemeinsam gelernt werden, gewachsene Grenzen abzubauen, indem diese überwunden werden. Geistes­wissen­schaften, Natur­wissen­schaften, technische Wissen­schaften und Kunst- und Kultur­wissen­schaften müssen wieder zu einer universalen Realität verwoben werden.

Bei­spiel einer plektischen Lösung für Österreich:

Die Menschheit verfügt über zwei quasi-unendliche Quellen: die Sonne als einfache Energiequelle, die uns er­laubt, aus Ideen, Realitäten werden zu lassen, ent­sprechend dem Ursprung des Wortes Energie „griech.: energeia“ – und der menschlichen Kreativität als kom­plexes, unendliches Potenzial für Ideen „Erschaffung aus dem Nichts!“. Solare Energie und Kreativität gemein­sam stellen eine plektische Verbindung zur Lösungs­findung dar.

Die Motivation für Österreich:

Nutzen und Fördern der Sonne als bedingungslose Energie­­quelle für die Versorgung der Energie­bedürfnisse und Pro­moten von Kreativität in allen Bevölkerungs­schichten!

  • Österreich kann mit plektischen Lösungen den globalen Herausforderungen einen deutlichen Schritt vor­aus eilen!
  • Ein plektischer Führungsanspruch wird gestellt!

Mario J. Müller

Über Mario J. Müller

Studium der Astronomie, Diplom Technische Physik und Doktorat Theoretische Physik. Er war Assistent an der TU Graz, Wissenschaftler am CERN, Vorstand der FIBAG (Forschungszentrum für integrales Bau­wesen AG) und Direktor des COMET-Zentrum MPPF (Multifunktionelle Plug&Play Fassade). Aktuell ist er Chief-Technical-Officer bei SFL technologies, Verwaltungsrat bei glass2energy SA in der Schweiz und Mitglied des steirischen For­schungsrates. [Foto: © Furgler]