2018 – Monika Sommer


Die Identitätsfalle umgehen
Der Zusammenhang zwischen Geschichte und Identität ist eine zentrale Herausforderung – gerade auch für Museen als traditionelle Institutionen der nationalen und regionalen Identitätsstiftung. Das Haus der Geschichte Österreich als erstes zeitgeschichtliches Museum des Bundes hat seine Eröffnungsausstellung zu 100 Jahre Republikgründung vor dem Hintergrund dieser höchst aktuellen Debatte entwickelt: Wie können wir Geschichte darstellen und ausstellen, ohne in die Falle der Identität zu gehen, die Jan und Aleida Assmann in ihrer Theorie des kulturellen Gedächtnisses beschrieben haben: Jedes nationale Wir bedeutet immer die Abgrenzung zu einem Anderen, das nicht dazugehört.


Monika Sommer

Über Monika Sommer

Seit 2017 Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich (Eröffnung November 2018). Studium der Geschichte in Graz und Wien. Ehemals wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Assistentin der Direktion des Wien Museums, 2009 bis 2013 ebendort Kuratorin. 2014 bis 2016 Kuratorin des Kulturprogramms des Europäischen Forum Alpbach und Co-Geschäftsführerin von purpurkultur. Zudem seit 2006 Co-Leiterin des /ecm-Lehrgangs an der Universität für angewandte Kunst. [Foto: © Julia Stix]