2018 – Stefan Mangard


Digitalisierung braucht Sicherheit
Das Thema Digitalisierung ist allgegenwärtig und verändert sämtliche Lebensbereiche. Sowohl für Unternehmen wie auch Privatpersonen ermöglichen Technologien rund um die Stichworte künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Home die Umsetzung von Geschäftsmodellen und Ideen, wie sie noch vor wenigen Jahren undenkbar schienen.
Die Technologien eröffnen jedoch nicht nur positive Möglichkeiten. Durch die immer größere Vernetzung und Abhängigkeit von IT-Systemen bieten sich auch immer größere Möglichkeiten für Angriffe. So kann ein böswilliger Computernutzer von seinem Schreibtisch aus immer mehr Schaden anrichten. Das Potenzial und die Gefahren steigen, je weiter die Digitalisierung voranschreitet, und desto wichtiger wird das Thema der Informationssicherheit. Es ist untrennbar mit der Digitalisierung verbunden.
Die Steiermark ist die Heimat weltweit führender Forschungsgruppen und Unternehmen im Bereich Informationssicherheit. Im Jänner blickte die ganze Welt auf den Webserver an der TU Graz, auf dem die Angriffe Meltdown/Spectre und entsprechende Schutzmaßnahmen veröffentlicht wurden. Der Bedarf an Forschung und an innovativen technologischen Lösungen zur Absicherung unserer digitalen Zukunft ist immens. Wissen und Daten sind das Kapital der Zukunft. Ein klares Bekenntnis der Politik zu Wissenschaft, Forschung und Innovation ist notwendig, um solche Zukunftstechnologien am Standort zu stärken und aufzubauen.


Stefan Mangard

Über Stefan Mangard

Professor an der TU Graz im Bereich Informationssicherheit. Davor leitender Sicherheitsarchitekt für Chipkarten bei Infineon Technologies in München. Föderung des European Resarch Council. Autor des ersten Lehrbuchs über Power-Analyse-Angriffe und Vorsitzender des CHES Steering Committee, der führenden Konferenz zu Hardwaresicherheit. Forschungsinteressen: alle Aspekte der IoT-Sicherheit, von der Hardware bis Kryptographie und mobiler Sicherheit.