2018 – Franz Fischler


Österreich braucht Europa
Europa braucht Österreich

Österreich hat wie kaum ein anderes Land von der Mitgliedschaft in der EU profitiert. Unser Land muss daher bemüht sein, diese Vorteile weiter zu nützen und wo immer möglich, massiv auszubauen.
Dies gilt besonders für die Wissenschaft, die Technologieentwicklung, den Handel und die regionale Entwicklung. Ebenso können die wichtigsten Zukunftsfragen wie der Umgang mit der Digitalisierung, die Folgen des Klimawandels, die Migration, die äußere Sicherheit u.v.a. nur europäisch gelöst werden.
Auf der anderen Seite kann auch Europa von Österreich viel profitieren, allerdings nur dann, wenn seitens unseres Landes ein neues Engagement für Europa Platz greift.
Österreich versteht sich als Brückenbauer. Als erster Schritt sollten bestehende Brücken wieder intensiver genützt werden. Da muss die Rolle Österreichs gegenüber den Balkanländern innerhalb und außerhalb der EU neu überdacht werden. Da ist die Makroregion Donauraum und die EUSALP (EU-Strategie für den Alpenraum) mit mehr Leben zu erfüllen. Da geht es darum, Österreich unzweifelhaft als europäisches Kernland zu etablieren und sicherheitspolitisch sowie außenpolitisch enger zusammenzuarbeiten.
Neue Brücken müssen in erster Linie in Richtung Entwicklungsländer und in Sachen Nachbarschaftspolitik gebaut werden.

EUSALP s. auch
http://alpine-region.eu/


Franz Fischler

Über Franz Fischler

Präsident des Europäischen Forum Alpbach. Ehem. Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, 1995 bis 2004 Mitglied der Europäischen Kommission. Seit 2005 Geschäftsführer der Franz Fischler Consult GmbH, Vorsitzender von PRO SCIENTIA, Vorsitzender der Raiffeisen Nachhaltigkeitsinitiative und seit Dezember 2015 Präsident des Kuratoriums des Instituts für Höhere Studien. [Foto: © Andrei Pungovschi]