2020 – Georg Knill


// An unseren Stärken arbeiten //

In schwierigen Zeiten soll man sich auf seine Stärken besinnen – ein guter Rat, der aber voraussetzt, dass man sich diese Stärken in guten Zeiten aufgebaut hat, um sie in schlechten nutzen zu können. Österreich hat viele davon, das ist unbestreitbar. Als Land, als Volkswirtschaft, als Wirtschaftsstandort stehen wir – trotz teils massiven Verbesserungspotentials in manchen Bereichen – in Summe recht gut da. Allgemeiner Wohlstand, hohe Lebensqualität und soziale Sicherheit sind auch im 21. Jahrhundert Eigenschaften, die man mit unserem Land verbindet. Die Basis dafür ist und bleibt die heimische Industrie. Innovativ, exportorientiert, stabil und verlässlich hat sie Österreich stark gemacht und gewährleistet auch unter schwierigsten Bedingungen die Versorgung der Menschen. Corona hat uns das vor Augen geführt. Wer also nach der Verfassung Österreichs fragt, der muss auch nach der Verfassung der österreichischen Industrie fragen. Und da wiederum ist es wichtig, mit den richtigen Strategien an die Zukunft zu denken und etwa zu fragen: Wo wollen wir als Industriestandort 2024 stehen? Wo müssen unsere Prioritäten liegen? Aus heutiger Sicht lautet die Antwort ganz klar: Innovation, Digitalisierung, Forschung und Entwicklung. Dort müssen wir massiv Investitionen fördern und zu den Besten aufschließen. Und wir müssen uns bewusst sein: Die Verfassung Österreichs ist untrennbar mit jener Europas verbunden. Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein, indem wir an unseren Stärken arbeiten. Die österreichische und europäische Industrie ist eine davon.